Dr. Tommy Wood, Arzt, Neurowissenschaftler und Leistungsphysiologe, veröffentlichte sein Buch Wach im Kopf (The Stimulated Mind) im Frühjahr 2026. Das Buch wendet sich gegen die Vorstellung, geistiger Abbau sei eine zwangsläufige Folge des Alters. Wood verspricht keine Unverwundbarkeit gegenüber Alzheimer oder anderen Demenzformen. Seine realistischere These lautet: Menschen können die funktionelle Kapazität und Widerstandsfähigkeit ihres Gehirns über Jahrzehnte beeinflussen – durch die Art, wie sie denken, lernen, sich bewegen, schlafen, essen und soziale Rollen ausfüllen.
Wood fasst die praktischen Voraussetzungen in einem 3-Punkte Modell zusammen:
· Stimulation: Das Gehirn erhält anspruchsvolle Aufgaben, die Anpassung verlangen.
· Regeneration: Entspannung, Schlaf: Stresssysteme regulieren, Reparaturprozesse ermöglichen
· Nährstoff- und Energieversorgung: Blutfluss, Sauerstoff, Energie, Protein, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe müssen den Anforderungen entsprechen.
Diese drei Bereiche wirken nicht unabhängig. Bewegung ist beispielsweise zugleich neuronale Stimulation, Gefäss- und Energieversorgung sowie Schlaf- und Stressunterstützung. Soziale Aktivität ist zugleich kognitives Training, Stresspuffer und Quelle von Lebenssinn.
Grundidee. Woods Ziel ist der Aufbau kognitiver Reserve: ein langfristiger Rhythmus aus geistiger Herausforderung, Bewegung, guter Versorgung, Schlaf und Erholung.
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1. Stimulieren |
2. Versorgen |
3. Regenerieren |
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• täglich anspruchsvoll lernen |
• 2–3×/Woche Krafttraining |
• regelmässig und ausreichend
schlafen |
Besonders wirksam sind Aktivitäten, die mehrere Systeme verbinden: Tanzen, Tischtennis, Wandern in anspruchsvollem Gelände, Musizieren in einer Gruppe oder das Erlernen einer neuen Fertigkeit.
Ein einfacher Tages- und Wochenplan
Täglich: 30–60 Min. Lernen/kreative Arbeit; 30–45 Min. Bewegung; soziale Begegnung; Erholungspausen; stabiler Schlaf.
2–3× pro Woche: Progressives Krafttraining für die grossen Muskelgruppen.
2–4× pro Woche: Ausdauertraining; bei guter Verträglichkeit kurze intensivere Intervalle.
1–3× pro Woche: Komplexe körperlich-kognitive Aktivität, z. B. Tanzen, Ballspiel, Tai-Chi oder Yoga.
Fortlaufend: Blutdruck, Glukosestoffwechsel, Hörvermögen, Schlaf und Nährstoffmängel kontrollieren.
Recovery praktisch
Nicht Stressfreiheit, sondern der Wechsel aus Herausforderung, Bewältigung und Erholung ist das Ziel.
Bei akutem Stress: innehalten, länger ausatmen, den Körper wahrnehmen, die Situation benennen und den nächsten kleinen sinnvollen Schritt wählen. Selbstmitgefühl bedeutet freundlich und zugleich verantwortlich mit sich umzugehen.
Der einfache Tagesrhythmus
1.
Morgen:
Tageslicht + Bewegung; anspruchsvollste geistige Aufgabe in einer ungestörten Phase.
2. Nach Mahlzeiten:
kurze Geh- oder Kraftimpulse zur Unterstützung des Glukosestoffwechsels.
3. Nachmittag:
soziale, kreative oder koordinativ komplexe Aktivität.
4. Abend:
Reize reduzieren, Tag abschliessen, regelmässige Schlafzeit.
Nicht vergessen: immer wieder Pausen machen, innehalten, durchatmen!
Hier können Sie die ausführliche Info herunterladen (pdf, 12 Seiten)

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